Ruderclub Steckborn

Frühmorgens auf dem Untersee

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Was ist Rudern für mich?
Autor: Reinhard Lange

Ein Sonntagmorgen auf dem See, leichte Dunstschwaden liegen in den herbstbunten Bäumen, ein Graureiher steht stocksteif am Ufer, die Ruderblätter gleiten sanft ins spiegelglatte Wasser.
Rudern ist Naturgenuss.

Auf dem See ist starker Wellengang, mein Einer tanzt über Wellenberge und senkt sich in Wellentäler.
Rudern ist Geschicklichkeit und Bootsbeherrschung.

Ein Anfängervierer legt vom Steg ab. Die Skulls wie Mikadostäbe neben das Boot gestreut. Ich als Steuermann bemühe mich durch Zuruf Ordnung in das Chaos zu bringen.
Rudern ist ganz schön schwierig.

Auf dem Wasser treffe ich andere Ruderer. Wir machen eine Pause erzählen und lachen.
Rudern ist Freude.

In meinen Gedanken sehe ich eine Ruderregatta.
Rudern ist Kraft, Dynamik und Harmonie.

Am Morgen um 5 Uhr ist es noch dunkel. Die Pappeln bewegen sich im Wind. Ich habe Ruderkurs. Starte ich einen Telefonrundruf oder fahre ich über den See?
Rudern ist Stress.

Wieder einmal bin ich weit mitgerudert. Der Hunger wird immer stärker und das Sitzfleisch immer schwächer.
Rudern ist Ausdauer und Selbstüberwindung.

Der Vierer wird zu Wasser gebracht und alle befolgen die Kommandos des Steuermannes.
Rudern ist Unterordnung und Selbstdisziplin.

Gemeinsames Frühstück. Leben in Geselligkeit. Erinnerungen werden ausgetauscht, der Ruderkurs ist gut zu Ende gegangen.
Rudern ist Kameradschaft, gegenseitige Anerkennung und Freundschaft.

Rudern mit euch macht Spaß!