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Vive la France!                                                                                                     Baden-Württembergischen Wanderrudertreffen in Breisach3. Oktober 2013

Bericht: Nico Schnider

 

Die Rudergewässer Baden-Württembergs sind gleichzeitig vielfach auch Grenzland zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern Frankreich, Schweiz und Österreich. Der Breisacher Ruderverein, mit seiner direkten Grenzlage zu Frankreich, bietet einen in deutschen Ruderkreisen weitgehend unbekannten Schlüssel zum Rudern in unser Nachbarland. Neben dem Rhein, der die Staatsgrenze bildet, gibt es von hier aus auch die Möglichkeit, über den Canal de Colmar ins Elsass bis zum Hafen Colmar und bis zur idyllischen Ill zu rudern.

 

In den frühen Morgenstunden trafen sich am 3. Oktober, am“ Tag der Deutschen Einheit“ 2 Ruderinnen, Jutta Looser und Ursula Inauen, sowie 2 Ruderer Martin Fehr und Nico Schnider in Schlattigen zur Fahrt nach Breisach.

 

Um 9 Uhr waren etwa 70 Ruderinnen und Ruderer aus 17 unterschiedlichen Vereinen, darunter auch aus den Nachbarstaaten und aus mehreren deutschen Bundesländern beim Breisacher Ruderverein bereit, die ca. 34 km lange Fahrt anzutreten. Wir wurden alle auf verschiedene Boote verteilt und waren gespannt unser Team kennen zu lernen.

 

Die Boote lagen zu einem grossen Teil schon auf dem Wasser bereit. Gegen 10 Uhr waren alle 12 Boote in der Schleuse am Breisacher Kulturwehr. Nach längerem und geduldigem Warten passierten wir diese erste Schleuse und ruderten in den Rhein ein. Nach dessen problemlosen Querung fuhren wir durch die erste Schleuse in den Kanal ein.

 

Durch die schöne, herbstlich bunte Kanallandschaft und über ein sehr klares Wasser führte die Route vorbei an dem idyllischen Örtchen Kunheim. Auch die zweite (eigentlich automatisierte) Kanalschleuse mit einer Höhendifferenz von ca. 80 cm war schnell mit Hilfe des Schleusenwärters überwunden. Kurz nach dieser Schleuse zweigt der Canal de Colmar rechtwinklig von der Verbindungslinie Straßburg-Basel ab.

 

Weiter ging es auf klarem Wasser durch die Wälder, Wiesen und Ackerland des Oberrheingrabens. Die Steuerleute waren gefordert an den 5 engen Brücken bis Muntzenheim ohne den Befehl „Ruder lang“ genau in der Mitte zu durchfahren.

 

Im Dorfgasthaus im Ortszentrum von Muntzenheim wurde ein für alle Teilnehmer vorbestelltes elsässisches 3 Gang-Menu geboten. Danach stiegen alle schwer beladen in die Boote, um zurück zu rudern.

 

Unterwegs kam es noch zu einer Vergabe eines Wanderfahrtpreises à la Baden-Württemberg, denn es war durchgedrungen, dass einer der Teilnehmer auf dem Rückweg genau bei der Schleuse von Kunheim sein Vieljahresziel, der ruderischen Umrundung der Erde mit
40077 km, erreichen würde. An der Schleuse wurde er von einem Spalier der Ruderboote mit einem Hipp Hipp Hurra, Sekt, Lorbeerkranz und einer kugelförmigen Boje, auf der die
5 Erdkontinente und der Äquator aufgezeichnet waren, empfangen.

 

Nach der Rückkehr ins Bootshaus des BRV gab es einen gemütlichen Ausklang mit Kaffee und Kuchen und für diejenigen, die noch etwas bleiben bzw. übernachten wollten ein gemeinsames Abendessen.

 

Den Organisatoren des BRV und dem vielköpfigen Team sei an dieser Stelle bestens gedankt. Wir danken auch Martin Fehr für die Initiative, uns diesen interessanten Tag ermöglicht zu haben.

 

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