Galerie 2016

Vollmondfahrt 20.06.2016

Vogalonga Pfingsten 2016

Bericht von Jutta Looser

Teilnehmende: Martin Fehr (Organisator), Regula Schönenberger, Christa Thorner, Eveline Buff, Jutta Looser

 

Freitag: Abfahrt 6.30 Uhr in Frauenfeld. Martin fährt uns samt Anhänger geübt und sicher nach Venedig. Nach der Fahrt mit der Fähre finden wir auf dem Lido neben einer Polizeistation einen Parkplatz für den Anhänger. Dort lassen wir unser Boot einstweilen liegen und fahren zum Hotel. Nach Zimmerbezug und etwas Ausruhen geht’s auf einen Spaziergang und zum Nachtessen.

 

Samstag: Das Einwassern des Bootes ist unsere erste Herausforderung: der Schlipf ist sehr schlipfig, der Wellengang ziemlich ungewohnt. Mit tatkräftiger Hilfe von zwei Passanten sitzen wir schliesslich alle im Boot und rudern frohgemut zwischen Motorbooten und Kursschiffen nach Burano. In Murano gibt’s einen kleinen Zmittag, dann zurück zum Lido, wo wir unser Boot in einem kleinen Kanal nahe unseres Hotels parkieren können.

Wir müssen in Venedig noch den Vogalonga-Teilnahmeschein abholen und fahren darum mit einem Kursschiff zur Haltestelle Academia. Dort schlängeln wir uns durch das Gewimmel der Touristen und finden bald die Ausgabestelle der Vogalongaorganisation. Nach langer Anstehzeit haben wir alle nötigen Unterlagen, trinken gemütlich Kaffee und sind bald in bester Laune wieder auf dem Kursschiff zurück zum Lido. Doch oh Schreck, unsere Billette werden kontrolliert, wir haben vergessen/nicht gewusst, sie abzustempeln. Die Kontrolleure wollen von jedem von uns Euro 60.- als Busse. Wir schimpfen erbittert, kämpfen wie die Wilden, reden von Gastfreundschaft etc, doch nichts nützt, kleinlaut macht schliesslich jedes von uns das verlangte Geld heraus. Zum Glück langt’s uns nachher doch noch für ein Nachtessen.

 

Sonntag: Es regnet die ganze Nacht. Am Morgen ist unser Boot fast halbvoll Wasser. Da heisst es Wasser schöpfen und zwar schnell, um neun Uhr beginnt die Vogalonga. Schon rudern wir kraftvoll los. Doch kaum haben wir die Lagune erreicht, kommt die erste Enttäuschung: Vor lauter pressieren haben wir das Schwizerfähnli vergessen, Martin kann’s kaum fassen. Wir trösten ihn, soweit das möglich ist, nehmen alle Schuld auf uns und erreichen den Startplatz noch zur rechten Zeit. Erwartungsfroh sitzen wir in einem Gewimmel von Booten: venezianische Ruderer (Boote mit mehreren Ruderern wie Gondoliere), Kanuten, Kirchboote, Drachenboote, Paddler, Pedalofahrer, Sänger und fröhliche Trinker mit Ruderern gemischt, Einzelne, die meisten in Gruppen. Wir rudern kräftig drauflos, wundervoller Sonnenschein, wunderbare Kulisse von Venedig. Zuerst geht die Fahrt durch die Lagune, wo wir auch Mittagsrast machen. Schliesslich treffen wir im Canal Grande ein, das Gewimmel verdichtet sich. Martin als unser Steuermann übertrifft sich selbst, ohne jede Karambolage erreichen wir um ca. 15 Uhr das Ziel. Stolz hören wir unsere ausgerufenen Namen und nehmen die Medaille und das Teilnahmediplom entgegen. Aus einem grösseren Boot wird uns ein Bund Bananen zur Stärkung zugeworfen.

Nun heisst es nur noch zurückrudern zum Lido. Martin wundert sich, so ruhig hat er seine Frauen noch nie rudern erlebt. Na ja, wir sind etwas müde! Am Lido auf unserem Kanal angekommen, binden wir das Boot fest, trinken in einem Strassencafé einen Cappucino und ab ins Hotel, ausruhen. Nachher ein feines Nachtessen!

 

Montag: Wieder hat es die ganze Nacht geregnet, wieder heisst es schöpfen, schöpfen. Wir machen eine schöne Abschlussfahrt dem Ufer des Lido entlang und rudern dann zurück zur Polizeistation. Das Auswassern ist eine ziemliche Herausforderung. Eveline will grad als zweitletzte aussteigen, da wirft sie eine hohe Welle fast kopfüber aus dem Boot. Geistesgegenwärtig gewinnt sie rechtzeitig das Gleichgewicht wieder und auch wir letzten zwei schaffen es, trocken auszusteigen. Nun heisst es abriggern und aufladen, wir wollen morgen schon in der Frühe losfahren. Wir geniessen in letztes italienisches Nachtessen und stellen den Wecker auf halb sechs Uhr.

 

Dienstag: Abfahrt 6.30 Uhr, Richtung Fähre. Dann Navi einstellen: nach Hause. Keine von uns drängt sich vor und will Martin das Steuer streitig machen. So fährt er gottergeben samt Anhänger die ganze lange Strecke zurück, hinter und neben sich die redefreudigen Frauen. Danke Martin: fürs Fahren, fürs Organisieren, fürs Durchführen. Es war super!

 

Jutta Looser

 

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